das gute leben | die welt ist veränderbar!
Die Netzneutralität muss gesetzlich verankert werden, denn sie betrifft uns alle! Auch wenn sich viele Bürger unter dem Ausdruck Netzneutralität nicht viel vorstellen können, werden sie die Auswirkungen der weiteren Aufweichung der Netzneutralität zu spüren bekommen. Dienste werden teurer oder schlechter erreichbar oder gar unbenutzbar.
Die Netzneutralität ist der Garant dafür, dass alle Inhalte und alle im Netz angebotenen Dienste diskriminierungsfrei übertragen werden, also gleichbehandelt werden. Das ist wichtig, weil wir nicht wollen, dass einzelne Telekommunikationsanbieter ihre eigene Dienste oder Inhalte bevorzugt verfügbar machen.
Das Internet ist mittlerweile aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen das Internet tagtäglich für die Kommunikation mit Freunden und Familie, wir nutzen das Netz für unsere Arbeit und wir nutzen es zum Entertainment, genauso wie wir im Netz einkaufen oder Bildungsangebote wahrnehmen. Diese Vielfalt, diese Erreichbarkeit der unterschiedlichsten Inhalte, macht das freie Netz so attraktiv und ermöglicht unserer Gesellschaft die vielfältigsten Formen der Teilhabe. Das freie Netz basiert auf dem Prinzip der Netzneutralität.
Weitere Infos findet ihr auf echtesnetz.de
(Dieser Beitrag ist Teil eines Posts von Nico Lumma im Blog des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt)
Die Piratenpartei beendet heute ihren Bundesparteitag in Neumarkt. Die Teilnehmer verabschieden verschiedenste Beschlüsse zu Wirtschafts-, Sozial-, Migrationspolitik und in weiteren Bereichen. Damit werden Standpunkte geklärt und die Wähler sowie auch die politischen Wettbewerber bei der Bundestagswahl können sich orientieren. Mit dieser Positionierung kann das Ringen um die Wählerstimmen beginnen, ein normaler demokratischer Prozeß.
Bemerkenswert ist für mich was die Piraten nicht beschliessen nämlich die Ständige Mitgliederversammlung (SMV). Auf dem Parteitag haben Befürworter und Gegner gewichtige Argumente auf ihrer Seite, die eine Entscheidung nicht einfach machen aber ich befürchte, daß der Nichtbeschluß Wirkungen in die anderen Parteien hinein entfalten wird. Diejenigen, die der Digitalisierung schon immer ablehnend gegenüber standen, die “Zart-Digitaliserten” wie Jens Best diese Leute nennt, werden Morgenluft wittern und mit Verweis auf den Nichtbeschluß jede auch noch so geringe politische Erneuerung in dem Bereich zurückweisen. Die Lage der progressiven Kräfte in den anderen Parteien wird damit nicht einfacher.
Damit haben die Piraten der Digitalisierung im politischen Willensbildungsprozeß und darüber hinaus möglicherweise einen Bärendienst erwiesen.
Fahre ICE und sitze in der Ruhezone; mache ich so gut wie nie aber auf dieser Reisestrecke mit der elenden Mobilfunkverbindung bietet das bessere Chancen auf einen Sitzplatz, hat ja geklappt. Lese ein wenig, nicke dabei immer wieder für Sekunden ein. Eine Stunde vor Ankunft am Zielort zwinge ich mich aufzustehen und begebe mich in den Speisenwagen. Es ist ein neuer Speisenwagen, das Bordbistro hat jetzt diesen fipsigen Tisch vor dem Fenster, hinter den ich mich halb gebückt quetschen kann und bei dem ich aufgrund der Unkomfortabilität sofort an so etwas wie “Mehdorns späte Rache” denken muß. Ich habe Durst und bestelle ein großes Bier. Zwei weitere Mitfahrer sind im Bistro und unterhalten sich. Irgendwie bekomme ich Gesprächsfetzen mit, es sind ein Verlagsmitarbeiter und ein Medienwissenschaftler. Der Verlagsmitarbeiter erläutert dem anderen die Struktur seines Unternehmens, erklärt die strenge Teilung in einen Print- und Onlinebereich, die so gründlich sei, daß sich Redakteure aus den verschiedenen Bereichen nicht mal kennen würden. Im Printbereich würden die Fakten ausgiebig und gründlichst recherchiert, der Onlinebereich diene halt einem anderen Zweck. Ich staune vor mich hin. Er sagt von sich er gehöre natürlich zum Printbereich sei aber kein Redakteur sondern ein Faktenchecker, einer der das Geschriebene gegenliest. Ich bestelle mir ein zweites großes Bier. So ist das also denke ich bei mir, die sind sich wohl nicht grün im Verlag oder schwingt da etwas Überheblichkeit mit? Möchte zu gerne wissen ob es denn Faktenchecker im Onlinebereich gibt? Traue mich nicht ins Gespräch einzugreifen, leere mein Glas und gehe zu meinem Platz zurück. Lese weiter in Senecas “Von der Gelassenheit”, das Werk hat sich seit fast zweitausend Jahren bewährt.
Möge es Unterschiede zwischen Flash, Flow oder Kick geben, jedenfalls befinde ich mich seit Ostern in einem fast rauschhaften Zustand des Lesens von – Büchern, genauer gesagt Büchern aus Holz. Selbst außer Haus, bei der Fahrt zur Arbeit, zur Party oder auf Dienstreise, habe ich ein Buch bei mir. In der Zeitspanne bis heute habe Werke von Gigerenzer, Taleb, Gladwell, Gray und Seneca gelesen, Werke von Graeber, Sandel, Shirer und anderen stehen teilweise noch orginalverpackt im Regal und warten auf Entdeckung.
Gelesen habe ich schon mein Leben lang, als Kind Titel wie Robinson Crusoe oder Robin Hood und sogar das Alte und Neue Testament für Kinder, mit siebzehn, achtzehn Jahren dann Bukowski, Kerouac und die Beat Generation. Die gelesene Literatur als Twen und später erspare ich mir jetzt einfach.
Was mag wohl der Grund für diesen plötzlichen Lesekick sein?
Ich kann es nur vermuten. Zu Ostern habe ich das private Lesen der üblichen Newsseiten und der abonnierten Tageszeitung eingestellt. Als ich am Karfreitag die üblichen Newsseiten absurfte um über die Bankenöffnung auf Zypern zu lesen, fand ich nichts. Selbst meine gedruckte Tageszeitung am Sonnabend brachte nichts. Warum wohl, es war nichts passiert. Nicht ein enttäuschter Kunde hat eine Bank mit gezogener Waffe gestürmt, keine schockierenden Vorkommnisse und damit keine Berichterstattung. Hintergrundinformation wie es in Zypern gerade auch für die Bevölkerung weitergeht – Fehlanzeige. Ab Karfreitag, dann für Tage Berichte rund um die Uhr über den in Syrien angeschossenen ARD Korrespondenten Armbruster. Für ihn ein schmerzhaftes Erlebnis und ich wünsche ihm vollste Genesung, für die Newsseiten ein spektakuläres, schockierendes und auf eine Person bezogenes Ereignis – vermarktbar. Hintergründe zum Syrienkonflikt, statistische Angaben zu den Opfern – Fehlanzeige. Mir wurde schlagartig klar, daß ich mit dem privaten Konsum dieser Seiten meine Aufmerksamkeit vergeude. Der Griff zum Buch scheint mir eine befriedigendere Tätigkeit zu sein.
Und die Serendipität von Büchern fasziniert mich.
Diese Woche waren es zwei Sendungen. Von einigen ausgewählten Unternehmen lasse ich mir gerne Werbung per Post zusenden. Darunter sind auch einige Firmen aus dem Mobilitätsbereich und aus der Versicherungsbranche, deren Angebotsgestaltung mich gelinde gesagt verdrießlich machen. Sie senden Anträge auf Produktleistungen mit, die teilweise mit personenbezogenen Informationen bereits ausgefüllt sind: Kunden- oder Kartennummern, Name, Geschlecht, Teile der Adresse oder gar die vollständige Adresse etc. Ich finde dies in höchstem Maße unangenehm, denn ich möchte diese Anträge bei Nichtinteresse keineswegs für Jedermann lesbar entsorgen. Diese Blätter zerreiße ich eben nicht einfach und gebe sie in den Papiercontainer sondern zerkleinere sie in einem Papierschredder, sodaß die Seiten nur mit größtem Aufwand wieder lesbar gemacht werden können. Es ist ein berechtigter Wunsch, daß ich diese Informationen anonym entsorgen kann. Mir wäre es deutlich lieber solche Angebot unausgefüllt erhalten zu können, so sind sie für mich kleine gedruckte Ärgernisse.
Ein Grundpfeiler der Berliner Cuisine ist ja nicht wirklich die Currywurst sondern die wesentlich ältere Bulette. Sie ist natürlich auch anderen Landesteilen in Variationen und unter ausgesprochen lustigen Namen wie Frikadelle, Klops oder Fleischpflanzerl bekannt. Zu Zeiten der ehemaligen DDR war sie in Ostberlin unter der putzigen Bezeichnung Grilletta gang und gebe. Der entsprechende Wikipedia-Artikel geht davon aus, daß der Begriff Bulette mit der Napoleonischen Besetzung Berlins eingang in die deutsche Sprache fand und daraus die Bezeichnung Grilletta abgeleite wurde. (Ich muß den @moellus ob seiner profunden Kenntnisse des DDR-Alltags darüber bei Gelegenheit in der kommenden Woche befragen.) Buletten gehören in die Kategorie erschwingliche Lebensmittel und mit etwas Pfiff und den richtigen Zutaten kann daraus auch in der hier beschriebenen Standardversion ein Festschmaus werden.
Für zwei Personen verwenden wir für eine Mahlzeit gut 500 gr Rinderhack, lieber etwas mehr als weniger. Diese Menge wird mit Pfeffer, Salz, Oregano und Paprika gewürzt und mit zwei eingeweichten Scheiben Toast, geriebener Semmel, einem Ei, Petersilie und gedünsteten Zwiebeln vermengt. Die Masse lassen wir dann für eine halbe Stunde bis Stunde zum Durchziehen ruhen. Nach dieser Zeit eventuell nachwürzen und die Stücke in mit den Händen in die gewünschte Form und Größe bringen. Anschließend in einer Pfanne mit heißem Fett goldbraun braten.
Dazu nehmen wir Salzkartoffen mit Buttersößchen, als Gemüse verwenden wir das was aktuell frisch angeboten wird. Bleibt die ein oder andere Bulette am Abend übrig, so esse ich sie auch gerne am nächsten Morgen kalt um Frühstück. Bei unserem gestrigen Abendessen hatten wir es mit dem Würzen etwas zu gut gemeint und ich selber mußte doch etliche Flaschen Bier als Durstlöscher konsumieren. Passiert halt, ne!
Die Holde spielt leidenschaftlich gern Billiard. Vor vielen, vielen Jahren tat sie das abendelang mit Freundinnen in den Frauencafés der Stadt. Seit kurzem nutzt sie die Billiard-Applikation “Pool” auf ihrem iPad. Das Spiel spielt sie unter lautstarken Kommentaren wie “Dummkopf” oder “Was für ein Idiot!” mit dem virtuellen Gegenspieler. Die Freude dabei ist ihr anzusehen und sie spielt ausgiebig.
Gelegentlich spielen wir beide gegeneinander, wobei unsere Bilanz ausgeglichen ist. Sie begleitet mein Spiel ebenfalls mit Kommentaren, insbesondere wenn ich den Ball in eine andere Tasche als erwartet einloche: “Das hast Du ja gar nicht geplant!” ist der emotionale Ausruf. Zuerst bin ich bei dem Kommentar verwirrt, denn ich verstehe nicht was sie meint. Auf die Frage warum sie nicht kommentiere wenn ich den Ball nicht einloche, antwortet sie, daß es ja ihr Vorteil sei. Und warum nun eine Bemerkung wenn der Ball unerwartet in eine andere Tasche fällt: “Weil ich mich darüber freue!”.
Ach ja! <3
An diesem sonnigen aber kalten Wochenende haben wir Appetit auf einen schönen Kasselerbraten mit Sauerkraut, ein herrliches Essen für die kalte Jahreszeit. Im Lebenmittelgeschäft des Vertauens am Potsdamer Platz kann ich ein schönes 1,5 Kilogrammstück Kasselerkotelette erstehen und lasse das gute Stück gleich ordentlich ausschälen, damit wir weniger Arbeit haben. Fleisch, Knochen und ein paar Zutaten wie Zwiebel und etwas Suppengrün werden mit gebrutzelt.
Was soll man eigentlich nach dem Essen mit dem Knochen anfangen, an dem sich noch nennenswerte Fleischreste befinden? Etwa Wegwerfen?
Irgendwie stellt sich mir der Gedanke gar nicht, sondern tief in mein Denken und Handeln hat sich durch die Erziehung meiner Eltern die Maxime eingegraben, daß Essen wegwerfen undenkbar ist. Ich sage jetzt bewußt undenkbar und nicht Sünde, denn ihr Handeln darin hat keine religiöse Motivation. Es ist einfach eine Maxime, erworben in der puren Not der Kriegs- und Nachkriegsjahre des Zweiten Weltkriegs: Essen wirft man nicht weg.
Also nehme ich den Knochen in die Hand und beklaube ihn nach allen Regeln der Kunst. Knigge würde in Ohnmacht fallen, nur schwieriges Essen darf in die Hand genommen werden, dazu gehören Knochen nicht. Beklauben, ein Wort, das ich außerhalb meiner Familie noch nie gehört habe, fällt mir ein. Ein Wort, das ich heute zum ersten Mal überhaupt geschrieben habe. Und wenn man das Wort in die große Suchmaschine wirft, bekommt man auch nicht wirklich aktuelle Treffer, sondern muß sich mit eingescannten Wörterbüchern aus dem 19. Jahrhundert zufrieden geben. Hier nun ein Bild aus: Vollständiges “Wörterbuch der deutschen Sprache mit Bezeichnung der …, Band 2 von Theodor Heinsius, Wien 1829.
Und so sieht nun ein beklaubter Kasselerknochen aus.
(Die beiden Knochenbilder habe ich erst durch “Dynamic Light” gezogen und dann per “ShakeItPhoto” polaroidisiert. Mal was anderes…)
Der Einkauf fürs Wochenende führt mich mal wieder in die Lebensmittelabteilung des großen Kaufhauses in der City West. Schollenfilets sind im Angebot, der Preis ist fair, die Ware hat beste Qualität, der Fisch ist für den Sonnabend gedacht. Für den Sonntag muß ich mal schauen, Lamm wäre nicht schlecht, also quer durch die Abteilung zum Fleisch wetzen und gucken was interessant sein könnte. Da bleibt mir fast die Spucke weg als ich sehe, daß frische Kalbsgurgel die Auslage füllt.
Das ist mehr als überraschend und ich frage den Verkäufer was man damit denn eigentlich macht. Er erklärt es bereitwillig, ich höre aber nicht wirklich zu, mache ein Photo und tätige meine Einkäufe. Begebe mich zur Tschechischen Bierbar, nehme ein Budweiser und tippe Kalbsgurgel in die Suchmaschinenapp auf dem iPhone. Viel findet sich da nicht, der fast redundante Hinweis in einem Blog von Berlinbesuchern, die genau dieses Kaufhaus besuchen wollen um danach zu fragen wie man Kalbsgurgeln verwendet, belustigt mich schon. Weitere Hinweise in der Suchmaschine deuten auf Hundefutter. Aber ich kann auch die mir auf Instagram gestellte Frage zur Verwendung beantworten – die Kalbsgurgel ist die etwas gewagtere Variante des Suppenknochens.
Na denn Mahlzeit!
Das größte Hemmnis des Lebens ist die Erwartung, die sich an das Morgen hängt und das Heute verloren gibt
I’m delighted to announce that we’ve reached an agreement to acquire Tumblr!
We promise not to screw it up. Tumblr is incredibly special and has a great thing going. We will operate Tumblr independently. David Karp will remain CEO. The product roadmap, their team, their wit and irreverence will all remain the same as will their mission to empower creators to make their best work and get it in front of the audience they deserve. Yahoo! will help Tumblr get even better, faster.
Tumblr has built an amazing place to follow the world’s creators. From art to architecture, fashion to food, Tumblr hosts 105 million different blogs. With more than 300 million monthly unique visitors and 120,000 signups every day, Tumblr is one of thefastest-growing media networks in the world. Tumblr sees 900 posts per second (!) and 24 billion minutes spent onsite each month. On mobile, more than half of Tumblr’s users are using the mobile app, and those users do an average of 7 sessions per day. Tumblr’s tremendous popularity and engagement among creators, curators and audiences of all ages brings a significant new community of users to the Yahoo! network. The combination of Tumblr+Yahoo! could grow Yahoo!’s audience by 50% to more than a billion monthly visitors, and could grow traffic by approximately 20%.
In terms of working together, Tumblr can deploy Yahoo!’s personalization technology and search infrastructure to help its users discover creators, bloggers, and content they’ll love. In turn, Tumblr brings 50 billion blog posts (and 75 million more arriving each day) to Yahoo!’s media network and search experiences. The two companies will also work together to create advertising opportunities that are seamless and enhance user experience.
As I’ve said before, companies are all about people. Getting to know the Tumblr team has been really amazing. I’ve long held the view that in all things art and design, you can feel the spirit and demeanor of those who create them. That’s why it was no surprise to me that David Karp is one of the nicest, most empathetic people I’ve ever met. He’s also one of the most perceptive, capable entrepreneurs I’ve worked with. His respect for Tumblr’s community of creators is awesome, and I’m absolutely delighted to have him and his entire team join Yahoo!.
Both Tumblr and Yahoo! share a vision to make the Internet the ultimate creative canvas by focusing on users, design — and building experiences that delight and inspire the world every day.
Die Übernahme wird nur dann erfolgreich sein wenn tumblr an der langen Leine gelassen wird, Ressourcen für Innovationen bereitgestellt werden und die Integration nachrangig ist.
karneval der kulturen am freitag. von polnischen würsten über afrikanische kultur und bühne mit antifaschistischen liedern zur absintherie
Gemeinsam für die Netzneutralität!
Die Netzneutralität muss gesetzlich verankert werden, denn sie betrifft uns alle! Auch wenn sich…