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Am Tulpensonntag ist es wieder soweit. Ich fahre zum Karneval nach Köln. Tief in das anarchische Treiben mit tausenden von Leuten einzutauchen ist mir ein Vergnügen. Besonders freue ich mich darauf am Sonntagabend Bekannte, die ich sonst selten sehe, zu treffen und mit ihnen feiern zu können.
Der Blaumann ist auch in diesem Jahr mein Kostüm. Irgendwie praktisch, mit vielen Taschen und tatsächlich für mich eine Verkleidung, kenne ich kaum jemanden, der handwerklich so desinteressiert ist wie ich es selber bin.
Am Dienstag geht es wieder zurück nach Berlin, denn am Abend findet ein klasse Event, das ich unmöglich verpassen will, in einer Privatbrauerei in Friedrichshain statt. Ihr wißt schon …
In den letzten Tagen habe ich oft mit Juristen in verschiedenen Kontexten über ACTA gesprochen. In allen Gesprächen war die Tonlage fast identisch: ist schon alles Gesetz in Deutschland, keine Sorge es ändert sich nichts, wir sehen keine Risiken. Dies ist sicherlich richtig wenn man nicht erkennt, daß die Zukunft offen ist oder wenn man tunnelblickartig mit Scheuklappen durchs Leben geht.
ACTA ist ein politisches Programm, das das bestehende Urheberrecht auf Jahrzehnte fixieren und Reformen unmöglich machen wird. Entwicklungs- und Schwellenländer oder gar Institutionen der Vereinten Nationen waren nicht in den Prozeß involviert. Erschreckend die Idee Patente auf Lebensmittel einzuführen und, wie in Neuseeland geplant, den Eigenanbau von Obst und Gemüse genehmigungspflichtig zu machen, von der unsägliche Patentierung und Vorenthaltung von kostengünstigen Medikamenten in Entwicklungsländern ganz abgesehen.
Ich war auf der heutigen Demonstration gegen ACTA und einigermaßen überrascht. Wenig Parteifahnen waren erkennbar, die Teilnehmer also eher aus dem “rein privaten” oder “zivilgesellschaftlichen” Bereich. Und was mich am meisten überraschte, es war überwiegend die jüngere Generation und damit meine ich nicht bemooste Mitdreißiger sondern deutlich jünger. Ich habe in letzter Zeit nicht soviele Zahnspangenträger an einem Ort gesehen. Das macht Mut, das gibt Hoffnung. Wenn Teile dieser Generation selbstbewußt ihre Freiheits- und Bürgerrechte einfordern, dann ist mir um die Zukunft der Gesellschaft nicht bange.
Es war ein guter Tag.
AutoStich Panorama von Cloudburst Research Inc. habe ich als Panorama-App schon eine Weile auf dem iPhone in Verwendung aber irgendwie war in letzter Zeit die Gelegenheit von Panoramafotos rar.
Heute fand sich die Chance, interessantes Licht durch wechselnde Bewölkung und zarter Schneefall haben mich inspiriert vier Photos auf dem iPhone vom Balkon zu schießen und zu einem Panorama zu verarbeiten.
Ich gebe ja zu, das Photo fängt die Stimmung des Augenblicks in keinster Weise ein, bietet aber trotzdem eine interessante Perspektive. Zwischen der Heiligkreuzkirche auf der linken Seite des Bildes und den Türme der Bonifatiuskirche mitte rechts bildet die AOK zusammen mit dem Wohnhaus rechts der Wilhelmstraße die “Eintrittspforte” vom Mehringsdamm aus in die Südliche Friedrichstadt.
Die Straße im Vordergrund des Bildes zeigt deutlich die Problematik auf, wenn man die grundlegenden Photos nicht exakt vom selben Standort in der selben Haltung anfertigt. In Realität schnurgerade, wird sie bananenartig gebogen von der App dargestellt. Auch die Planze in der linken oberen Seite des Bildes sowie die Balkonbalustrade rechts im Bild machen das Ergebnis unprofessionell. Mein Blick war hier nicht gut genug.
Pech gehabt, zu schusselig gewesen, bei der nächsten Serie wird es besser.
Der technische Fortschritt macht vor den Dienstleistungen im Handel keinen Halt. Dort wo in vergangenen Zeiten freundliche Angestellte das Leergut dem Kunden persönlich abnahmen, das Pfandguthaben auf einen Zettel samt Unterschrift notierten, Zeit für ein Schwätzchen hatten, da steht heute eine blechernes Monstrum namens Leergutautomat.
Der Leergutautomat bei meinem Lebensmittelhändler um die Ecke scheint ein ganz eigenes Kaliber zu sein. Seinem Schlund entströmt ein gräßlicher Gestank aus Bier und undefinierbaren Ingredienzien; zu nahe herantreten geht nicht, denn die Übelkeit packt einen sofort. Flüssigkeiten sabbern aus dem Loch.
Trotzdem versammelt sich, egal zu welcher Tageszeit, eine interessierte Menschenmenge um ihn mit ihren Rückgaben zu füllen. Man stellt sich brav an, kann jede Wette eingehen, daß sein Inneres gefüllt ist bis man selber an der Reihe ist. Pech gehabt, Personal rufen, Personal hat keine Zeit, warten, warten, warten. Spätestens dann wird der Automat zum sozialen Ferment, die Menschen kommen über ihn miteinander ins Gespräch. Man lernt sich kennen, man grüßt sich ab jetzt und man wird sich wiedersehen.
Die Tücken seiner Technik reizen bis aufs Blut. Denn er kann nicht selber denken. Leergut, daß bis gestern ohne Murren angenommen wurde wird heute mit lauten Piepen und Displayblinken konsequent verweigert. Ebenso verweigert er Knall auf Fall die Annahme von Leergut derselben Firma, die er eben noch schluckte. Er läßt sich überlisten, ja, eine andere Flasche nehmen, dann mit der ersten erneut probieren. Jedoch auf spitzfindige Überlistungshandlungen läßt er sich nicht ein: schwungvolles Werfen des Leergutes durch seinen langgezogenen Schlund bis in die Auffangbehälter im Inneren lassen seine Sensoren nicht zu. Dann hilft wiederum nur Personal rufen, Flaschen übergeben, sich Flüche anhören.
Der Discounter des Vertrauens hat einen ähnlichen Automaten. Der verschlingt vornehmlich Plastikflaschen mit lautem Schmatzen. Sein Schlund ist das ganze Gegenteil: hell, steril und geruchlos.
Die Menschenmenge ist hier deutlich größer, das Leergut wird meist in großen grauen Plastiksäcken mitgebracht. Trotzdem funktioniert die Rücknahme reibungslos. Der Automat tut was er soll, man wartet wortlos. Was gibt es auch besonderes über ihn zu sagen?
Am vergangenen Mittwoch zum SOPA Tag habe ich auch mein Blog für 24 Stunden geschwärzt.
Zusätzlich belasse ich bis Ende Januar noch ein SOPA Ribbon in der oberen rechten Ecke der Seite.
Dieses Zeichen des Protestes gegen zensurartige technische und juristische Eingriffe in das Grundrecht der Meinungsfreiheit halte ich für notwendig und beteilige mich selbstverständlich.
Beim Reflektieren über die mutmaßlichen Folgen dieser Maßnahmen kam mir das Leistungsschutzrecht für Presseverleger in den Sinn und ich versuchte mir vorzustellen wie wohl ein www ohne Webseiten und Inhalte, die mit diesem Schutzrecht normiert werden könnten, aussähe. Dafür beschloß ich einige Tage auf die üblichen redaktionellen Inhalte zu verzichten und meine gewohnten Besuche auf den üblichen Publisherseiten einzustellen. Negative Folgen kann ich für mich bis jetzt nicht feststellen. Einen Informationsverlust hatte ich jedenfalls nicht, was wichtig war erreichte mich über Twitter, Facebook, Blogs oder sonstigen Seiten. Die Frage nach der alternativen Nutzung der Zeit kann ich zur Zeit nicht beantworten. Da dieses “Experiment” noch andauert werde ich versuchen mich dazu selbst zu beobachten.
Ich fühle mich wohl bei dieser Verlagsdiät, vermisse nichts und freue mich schon auf die morgige Printausgabe der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, das einzige Presseerzeugnis, das ich für mich abonniert habe.
Als Ironblogger mit dem heroischen Wahlspruch “blogging our way to beer” ist es angemessen auch über Lokationen zu berichten, die dieses erfreuliche Naß offerieren. Ein Quell der feuchten Freuden ist mir die Tschechische Bierbar im KaDeWe. Gelegentlich kaufe ich am Wittenbergplatz ein und finde mich dann regelmäßig magisch oder wurmlochreisend in der Feinschmeckerabteilung im 6. Stock wieder.
Die Bedienung versteht ihr Handwerk, ist zuvorkommend und die Biere sind großartig gezapft, haben die richtige Temperatur und eine famose Schaumkrone, in der der ein 2-Euro-Stück senkrecht fixiert werden kann. Der Preis von 4,10 € ist natürlich ambitioniert.
Das Publikum ist eine sehr eigene Mischung silbergrauer Stammgäste und Berlintouristen. Mit den Stammgästen habe ich noch nie ein Wort gewechselt allerdings das ein oder andere flüchtige Nicken des Erkennens ausgetauscht. Die Berlintouristen sind da expressiver, erzählen gerne von ihrer Reise und ihrer Herkunft und freuen sich auf Unterhaltung. Introvertiert wie es nun so meine Art ist bin ich meistens froh einfach nur bei einem gutgekühlten Budweiser dort sitzen und in mein Device sehen zu können.
Würde mich aber freuen, dort mit euch ein Pläuschen zu halten, falls ihr mal in der Gegend seid.
Nach diesem interessanten Post von Martin Weigert auf netzwertig.com über Path faßte ich den Entschluß mir dieses Social Network einmal genauer anzusehen.
Wenn man kein klassischer “Pinger” ist, der von einer zentralen Anwendung aus seine Ergüsse ohne Rücksicht auf die Nutzerstruktur einer speziellen Plattform durch den Orkus schießt, bedeutet jede zusätzliche Anwendung Mühsahl. Ich unterziehe mich gerne dieser Mühe, artikuliere mich auch in jeder Plattform anders und sehe in Path darum einen gewissen Reiz.
Die Begrenzung auf 150 “Freunde” ist eine interessante Idee. Dadurch bietet Path die Möglichkeit einer speziellen Kommunikation mit einer speziellen Nutzerschaft und ist sicher eine Alternative für Leute, die plattformspezifisch kommunizieren wollen. Verschiedene Pathnutzer bestätigten mir dieses, nutzen sie die Begrenzung konsequent um wesentlich persönlichere Informationen mit einer sorgfältig ausgewählten Nutzerschaft zu teilen.
Mich enttäuscht in den ersten Tagen die deutlich verbesserungswürdige Stabilität der iPhone-App. Regelmäßige Abstürze sind an der Tagesordnung, die Ursache ist mir noch unklar. Die App verkürzt die Akkulaufzeit signifikant.
Ich bin gespannt wie sich Path entwickeln wird.
Vor langen Jahren, vor der Zeit des Privatfernsehens, zeigten die dritten Programme der ARD zwischen Weihnachten und Neujahr Wiederholungen der verschiedensten Ausgaben des Beat Clubs, das waren Highlights in den Weihnachtsferien, nach denen wir uns sehnten und die wir begierig sahen. (Es gab ja sonst nix.)
In jüngerer Zeit bringt 3sat an Silvester den Thementag “Rock around the clock”, eine für mich durchwachsene Mischung aus Konzerten großer Bands und Einzelkünstler, wie auch Interpreten, die mich noch nie ansprachen.
Drei meiner Lieblingsgruppen, Thin Lizzy,
Grand Funk Railroad und Led Zeppelin habe ich zum Thementag dort noch nicht gesehen und so schaue ich mir an diesem Silvester einige Youtube-Videos aus Konzerten meiner Favoriten an und bette sie hier ein.
Ich wünsche einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
(Die Videos sind nicht unter einer Creative Commons Lizenz lizensiert)
Mode ist nicht so mein Ding, jedenfalls heutzutage. Verstehe auch nichts davon. Trage halt meine (groß)karierten Hemden, in der kalten Jahreszeit auch gerne schwarze Sweatshirts. Muß ich aus beruflichen Gründen ein weißes Hemd oder einen Anzug anziehen, was ich tunlichst zu vermeiden suche, wird das von den Kollegen mit verwunderten Ahs und Ohs quittiert. Eines noch – Krawatten sind mir ein Greuel.
Am vergangenen Sonntag jedoch wurde in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einer meiner schlimmsten modischen Albträume in einem Artikel mit Enthusiasmus propapagiert – die Cordhose.
Cord ist ein furchtbare Erinnerung aus meiner Jugend. Die braune Cordhose, das grüne Cordhemd, die weinrote Cordjacke. In der weinroten Cordjacke war übrigens in der linken Brusttasche definitiv die Haarbürste oder der Kamm zu tragen, der Coolness wegen. Aber Cord war uncool, Cord rockte nicht, keiner in den Rockbands trug Cord. Der einzig wahre Look war Jeans, natürlich nur als Hose und Jacke, Jeanshemden gab es nicht. Und klaro, damals nur die richtigen Marken Lee oder Wrangler.
Das ist schon eine Weile her, wie gesagt, heute bin ich da leidenschaftslos aber kommt mir nur nicht mit Cord!
Die technischen Grundlagen des WWW und das europäische wie deutsche Datenschutzrecht scheinen orthogonal zueinander zu stehen. Das ist keine neue Erkenntnis. Es sind jedoch für mich in Europa oder Deutschland auch keine Institutionen erkennbar, die die technischen Grundlagen analysieren und die daraus resultierenden Problemlagen für die Menschen so humanisieren, daß eine risikoadäquate Nutzung möglich ist.
Wie heutzutage die Einbindung einer einfachen Grafik samt Trackingmechanismus, die den Facebook-Like-Button simuliert, grundsätzliche datenschutzrechtliche Fragen aufwerfen kann zeigt Henning Tillman in seinem Blogbeitrag.
Konfiguration ueber http://tilli.me/privacyimg
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#twitter, i'm outraged!! pls free @jemeinsam RT @mrschtief: Twitter sperrt meinen @jemeinsam Account http://t.co/4Rah4Toc
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.@tagesspiegel_de scheint eine abendliche flatulenz zu haben
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watching "shining"
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gutes argument den schreibtisch zu verlassen ist die party im @sozialraum
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das bier fließt in strömen und @moellus ist so etwas wie der hahn im korb #ironbloggerberlin
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gemeinsames in-das-device-gucken #ironbloggerberlin
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bierkasse verschnackeln #ironbloggerberlin (@ Hops & Barley w/ @mjays @antischokke) http://t.co/PwXHRIyf
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in der u1 zum würdigen abschluß der karnevalssession bei #ironbloggerberlin
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@Katti ach nee, ihr habt ja noch nicht mal richtig angefangen #ironblogger
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dolle sache, wir können also heute abend knapp 48 biere á 0,3l in der kneipe verschnabulieren #ironbloggerberlin
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RT @RAStadler Starke Behörden, schwaches Recht – der neue EU-Datenschutzentwurf http://t.co/dRxDb6U0 (von @nhaerting) #yam
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oh nein, ein ice ohne steckdosen.
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headbanging zu led zeppelin's "the ocean" #fb
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@holadiho über den polnischen spricht man nicht sonst wird es ein lettischer.
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hier am hof ist jetzt die zweiunddreißigste truppe vorbeigezogen. warte gespannt auf @valentinakerst s wagen.
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